Zum ersten Mal wird der in Ulm ausgetragen. Bei der Medizin-Olympiade treten Medizinstudierende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gegeneinander an, um komplexe medizinische Aufgaben in Theorie und Praxis zu lösen. Gefragt sind dabei Fachwissen, Kombinationsvermögen, Reaktionsschnelligkeit und Teamfähigkeit. Zu den Aufgaben gehören: unter Zeitdruck Diagnosen erstellen, Wissensfragen beantworten und Hands On-Können demonstrieren. Die Veranstaltung läuft am Donnerstag und Freitag, den 25. und 26. Juni, im Hörsaal des Trainingshospitals „ToTrainU“ (TTU) der Universität Ulm. Publikum ist erwünscht!
In einem Hörsaal werden den studentischen Wettkämpfern und Wettkämpferinnen Röntgenbilder, CT-Aufnahmen, Laborwerte und andere medizinische Befunde auf einem großen Bildschirm präsentiert. Können die angehenden Ärztinnen und Ärzte, die in fünfköpfigen Teams gegeneinander antreten, innerhalb von drei Minuten herausfinden, welche Diagnose die richtige ist? Die „klinischen Fälle“ bilden das Herzstück des Paul Ehrlich Contest, der in diesem Jahr im Trainingshospital (TTU) der Universität Ulm stattfindet. Weitere Runden widmen sich den Blickdiagnosen, der Differentialdiagnostik und praktischen Hands On-Aufgaben beispielsweise zur Reanimation oder Narkoseeinleitung. Außerdem sind – wie im Staatsexamen – Multiple Choice-Fragen aus den medizinischen Fachdisziplinen und naturwissenschaftlichen Nebenfächern zu beantworten, und das vor Publikum und unter großem Zeitdruck. Eröffnet wird die Veranstaltung am Donnerstag, um 10 Uhr, Professor Thomas Wirth, dem Dekan der medizinischen Fakultät. Im Anschluss beginnt die Vorrunde: insgesamt treten dabei 16 Universitäten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gegeneinander an. Die Hauptrunde steigt am Freitag um 13 Uhr mit den besten sechs Teams der Vorrunde, um 18 Uhr werden dann die Sieger bekanntgegeben.
Die Teams bereiten sich monatelang speziell auf diesen Wettbewerb vor, und doch braucht es starke Nerven. „Denn immerhin kürt der Paul Ehrlich Contest die Uni mit den besten engagiertesten und teamfähigsten Medizinstudierenden in der DACH-Region. Außerdem gibt der Wettbewerb den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, sich über Ländergrenzen hinweg zu vernetzen und auszutauschen“, sagt Dr. Michael Schön. Der Wissenschaftliche Mitarbeiter vom Institut für Anatomie und Zellbiologie der Universität Ulm hat die Medizin-Olympiade nach Ulm geholt und ist federführender Organisator des Wettbewerbs.
Seit 2016 wird der Paul Ehrlich Contest an wechselnden Universitäten aus der DACH-Region – Deutschland, Österreich und der Schweiz – ausgetragen; achtmal gastierte die Medizin-Olympiade in Berlin und zweimal in Innsbruck. Der Namensgeber Paul Ehrlich war ein deutscher Mediziner und Forscher. Er wirkte vor allem als Bakteriologe und Serologe in Berlin und Frankfurt am Main und entdeckte 1909 das erste Antibiotikum.
Weitere Informationen:
Dr. Michael Schön, Institut für Anatomie und Zellbiologie, Universität Ulm, E-Mail: michael.schoen(at)uni-ulm.de
Anhang: Programmflyer der Veranstaltung
Veranstaltungshinweis:
11. Paul Ehrlich Contest an der Universität Ulm
Wann? Donnerstag, 25. Juni, 10:00 Uhr bis 17:45 Uhr
Freitag, 26. Juni, 13:00 Uhr bis 18:30 Uhr
Wo? Im Hörsaal des Trainingshospitals „ToTrainU“ (TTU) der Universität Ulm
Ecke Meyerhofstraße / James Franck-Ring, 89081 ULM
Zuschauer*innen und Medienvertreter*innen sind herzlich willkommen!
Text und Medienkontakt: Andrea Weber-Tuckermann
