Zivil-militÀrischer Verbund Regenerative Medizin
Schwere Verletzungen (Traumata), etwa durch UnfĂ€lle oder militĂ€rische EinsĂ€tze, können zu erheblichen GewebeschĂ€den und dauerhaften FunktionseinschrĂ€nkungen fĂŒhren. Trotz groĂer Fortschritte in der Akutversorgung und regenerativen Medizin ist eine vollstĂ€ndige Wiederherstellung geschĂ€digter Gewebe hĂ€ufig nicht möglich. Die Entwicklung neuer regenerativer Therapien ist daher von groĂer medizinischer und gesellschaftlicher Bedeutung.
Die Trauma- und muskuloskelettale Forschung ist ein langjĂ€hriger Schwerpunkt der Medizinischen FakultĂ€t der UniversitĂ€t Ulm. Eine wichtige Grundlage bildet die enge Zusammenarbeit mit dem Bundeswehrkrankenhaus Ulm (BWK Ulm), das bereits 2007 an der GrĂŒndung des interdisziplinĂ€ren Zentrums fĂŒr Muskuloskelettale Forschung Ulm (ZMF Ulm) beteiligt war. Aus dieser Kooperation entstand ein zivil-militĂ€rischer Forschungsverbund, der von 2015 bis 2022 durch die Bundeswehr und die UniversitĂ€t Ulm mit insgesamt rund 3,2 Mio. Euro gefördert wurde. Ziel war es, die Mechanismen traumatischer GewebeschĂ€digungen besser zu verstehen und innovative regenerative Therapien fĂŒr Verletzungen von Knochen, Knorpel, Haut und Nerven zu entwickeln. 2015 ging das ZMF Ulm im Zentrum fĂŒr Traumaforschung Ulm auf, das die Forschung zu physischen und psychischen Traumafolgen vereint. Das BWK Ulm ist ein wichtiger klinischer Partner dieses interdisziplinĂ€ren Forschungsnetzwerks. Die langjĂ€hrige Zusammenarbeit wurde 2023 durch eine Kooperationsvereinbarung weiter gestĂ€rkt. Die Traumaforschung bildet dabei einen zentralen Schwerpunkt mit dem gemeinsamen Ziel, die Versorgung und LebensqualitĂ€t von Traumapatientinnen und -patienten nachhaltig zu verbessern.