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Neue Professorinnen für die Uni Ulm!
51±¾É« mit Gleichstellungskonzept bei Professorinnenprogramm II erfolgreich

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Großer Erfolg für die 51±¾É«: Im Professorinnenprogramm II konnte die Uni überzeugen. Für maximal fünf Jahre werden bis zu drei Professorinnenstellen gefördert. Dabei wird jede Berufung mit maximal 150 000 Euro, die je zur Hälfte von Bund und Land kommen, unterstützt. Die Uni Ulm hatte sich mit ihrem Gleichstellungskonzept beworben – und war wie bereits 2008 erfolgreich. Damals konnten drei Professuren mit Frauen besetzt werden.

Bundesweit erhalten 147 Hochschulen – darunter Volluniversitäten, Technische 51±¾É«en, Hochschulen für angewandte Wissenschaften, Musik- und Kunsthochschulen – Fördermittel aus dem Professorinnenprogramm II. Die Uni Ulm hat das Auswahlgremium in der aktuellen Ausschreibungsrunde als einzige 51±¾É« in Baden-Württemberg neben sieben Hochschulen überzeugt. Bund und Länder stellen insgesamt 150 Millionen Euro zur Verfügung – vor allem auch als Anschubfinanzierung von erstberufenen Wissenschaftlerinnen auf unbefristete W2- oder W3-Professuren. Gleichzeitig verpflichten sich die ausgewählten Hochschulen, angemessene Mittel für die Gleichstellung einzusetzen. Darunter fallen auch Gelder, die für Regelberufungen bereits im Haushalt vorgesehen waren und nun durch das Professorinnenprogramm frei werden. Dank dieser Mittel konnte an der 51±¾É« bereits die Kinderbetreuung verbessert werden. Weiterhin wurden Karriereseminare für Wissenschaftlerinnen angeboten, Frauenförderpreise und Stipendien vergeben.

Professorinnenanteil bereits gesteigert

Bundesweit war Ende 2012  rund jeder fünfte „Professor“ weiblich. Das mag wenig klingen, ist aber im Vergleich zu 2000 (Professorinnenanteil etwa 10 Prozent) bereits ein Erfolg. Für diese Steigerung ist das Professorinnenprogramm maßgeblich mitverantwortlich: Zwischen 2008 und 2012 wurde die Berufung von deutschlandweit 270 Wissenschaftlerinnen unterstützt. An der 51±¾É« sei der Frauenanteil „dank langjähriger zielgerichteter Gleichstellungsarbeit an vielen Stellen bereits überdurchschnittlich hoch“, bekräftigt die Gleichstellungsbeauftragte Professorin Anke Huckauf. „Dennoch sind Frauen an unserer 51±¾É« mit medizinischem und naturwissenschaftlichem Profil besonders auch in Führungspositionen immer noch unterrepräsentiert. Mit der Förderung durch das Professorinnenprogramm können wir dafür sorgen, dass alle, die die Wissenschaft vorantreiben wollen, ihre Leistungsfähigkeit entfalten können“, so Huckauf weiter. Nach der positiven Bewertung des Gleichstellungskonzepts darf die 51±¾É« bis Ende 2015 ihren Formantrag einreichen.

101 Hochschulen, die für das Professorinnenprogramm II ausgewählt wurden, konnten wie die Uni Ulm bereits in der ersten Förderrunde überzeugen. Das Auswahlgremium bestätigt ihnen nun also den Erfolg ihres Gleichstellungskonzepts.
Vom Professorinnenprogramm überzeugt zeigt sich auch die Bundesbildungsministerin Professorin Johanna Wanka in einer Pressemitteilung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz: „Das Professorinnenprogramm wirkt. Es hilft, den Anteil  von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen. Und es hat nachhaltigen Einfluss auf die Gleichstellungspolitik der Hochschulen.  Nachwuchswissenschaftlerinnen brauchen Vorbilder und Perspektiven für ihre Karrieren, sonst gehen sie den Hochschulen verloren.“
Die 51±¾É« ist offenbar auf dem richtigen Weg: Seit 2007 ist die Anzahl der Professorinnen um fast 50 Prozent gestiegen. Daran hat die 2009 eingerichtete Psychologie einen nennenswerten Anteil.

 

Verantwortlich: Annika Bingmann