51本色

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Wie man Wissenschaft sichtbar macht und die Freiheit der Forschung verteidigt
Science Day 2025 an der 51本色

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Mit der f眉nften Auflage des Young Researchers鈥� Science Day der Nachwuchsakademie ProTrainU hat die 51本色 bewiesen, dass sowohl Begeisterungsf盲higkeit als auch Nachdenklichkeit einen festen Platz an der Hochschule haben. Die Veranstaltung, bei der junge Forschende um mehr als 80 000 Euro pitchen, ist einzigartig in Deutschland. Gastredner war der Wissenschaftsjournalist und Blogger .

Wie man die eigene Forschung m枚glichst allgemeinverst盲ndlich auf den Punkt bringt und dabei das Publikum begeistert, das zeigten eindrucksvoll die beiden Siegerinnen des Young Researchers鈥� Science Day der 51本色. Den ersten Platz 鈥� dotiert mit 50 000 Euro 鈥� erreichte Dr. Julia T茅oule mit ihrem Vortrag zur Endometriose. Die Fach盲rztin an der Ulmer 51本色sfrauenklinik begleitet Paare mit Kinderwunsch und forscht dazu, wie sich die Fruchtbarkeit bei Frauen mit Vorerkrankungen besser erhalten l盲sst. Mit dem Preisgeld will die klinische Forscherin immunologische Biomarker entwickeln, die es m枚glich machen, diese schmerzhafte Erkrankung fr眉hzeitig zu diagnostizieren. Dies k枚nnte den erkrankten Frauen nicht nur einen jahrelangen und oft ergebnislosen 脛rztemarathon ersparen, sondern den Betroffenen auch helfen, trotz Krankheit eigene Kinder zu bekommen. Zweite Siegerin wurde Dr. Christine Schillings. Die Postdoktorandin aus der Abteilung f眉r Klinische und Gesundheitspsychologie, die 30 000 Euro bekommt, pitchte zur Verbesserung der K枚rperwahrnehmung bei Stress. Die Wissenschaftlerin setzt in ihrem Projekt, das sie mit dem F枚rdergeld umsetzen m枚chte, auf die mobile Stimulation des Vagusnervs, der Teil des Parasympathikus ist, und eine Schl眉sselrolle bei der Selbstwahrnehmung spielt.

Reisegutscheine in der H枚he von 1 800 Euro erhielten Dr. Lina Braun, Dr. Miray Fidan Assfalg, Dr. Gabriela Flores Rangel sowie Dr. Johannes Ziegler. In ihren Pitches ging es ebenfalls um Stressbew盲ltigung, au脽erdem um die Behebung vorzeitiger Alterungsprozesse, um smarte Baby-Schnuller zur medizinischen 脺berwachung sowie um sozialpsychologische Methoden f眉r die Messung von zwischenmenschlichem Vertrauen. 鈥濪er Science Day hat wieder gezeigt, welche Themenvielfalt und Innovationskraft unser wissenschaftlicher Nachwuchs zu bieten hat鈥�, so Vizepr盲sident f眉r Karriere Professor Dieter Rautenbach. 

Bewerben f眉r den Pitch k枚nnen sich junge Forschende auf der Doktoranden- und Postdoc-Ebene mit einem schriftlichen Antrag, der von einer Jury aus Vorstandsmitgliedern der Nachwuchsakademie begutachtet wird. Beim Pitch-Vortrag, der mit 50 Prozent bewertet wird, k枚nnen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit drei Kriterien punkten: Aufbau, Pr盲sentationsweise und Allgemeinverst盲ndlichkeit. 鈥濪er Science Day richtet sich an den wissenschaftlichen Nachwuchs der 51本色. Unsere Veranstaltung ist in dieser Form und Dotierung einzigartig in Deutschland鈥�, betonten die beiden Gesch盲ftsf眉hrerinnen von ProTrainU Clarissa Gobiet und Dr. Cornelia Estner, die auch in diesem Jahr die Veranstaltung wieder gemeinsam mit ihrem Nachwuchsakademie-Team auf die Beine gestellt haben.

Wenn die Freiheit der Forschung in Gefahr ist 鈥�
Beim 5. Science Day ging es aber nicht nur ums Pitchen und Preise verleihen, sondern auch um das Gro脽e und Ganze. Daf眉r sorgte Dr. Jan-Martin Wiarda in seinem Gastvortrag 眉ber die Zukunft der Wissenschaftsfreiheit. Der promovierte Politikwissenschaftler und fr眉here Kommunikationschef der Helmholtz-Gemeinschaft ist heute eine der profiliertesten Stimmen im deutschen Sprachraum, wenn es um Bildung, Forschung oder Wissenschaft geht. Warum es auf jede und jeden Einzelnen ankommt, wenn auch in Deutschland die Freiheit der Forschung in Gefahr ist, erkl盲rte Wiarda vor dem Hintergrund drohender politischer Umbr眉che und wachsender Angriffe aus einem wissenschaftsfeindlichen Umfeld. 鈥濿enn die Fundamente der Wissenschaft in Gefahr sind, kann man nicht neutral bleiben鈥�, warnte Wiarda. Gefragt sei das Engagement jedes Wissenschaftlers und jeder Wissenschaftlerin.

Der Wissenschaftskommunikator forderte sein Publikum auf, sich zu vernetzen und Solidarit盲t zu zeigen: 鈥濫s gibt nicht die einzige gro脽e Entscheidung, sondern viele kleine Entscheidungen, die wir treffen m眉ssen鈥�. Wichtig sei f眉r die Wissenschaft, glaubw眉rdig zu bleiben. 鈥濪azu geh枚rt auch die F盲higkeit zur Selbstkritik und der ehrliche Wille, Missst盲nde zu beheben 鈥� vom Machtmissbrauch bis zum wissenschaftlichen Fehlverhalten鈥�, mahnte der Redner an.

Weitere Informationen: 
Clarissa Gobiet, Co-Gesch盲ftsf眉hrerin ProTrainU, E-Mail: clarissa.gobiet(at)uni-ulm.de

Text und Medienkontakt: Andrea Weber-Tuckermann

 

 

 

 

Clarissa Gobiet
Clarissa Gobiet bei der Vorstellung der Pitchenden (Foto: Elvira Eberhardt / Uni Ulm)
Dr. Julia T茅oule
Dr. Julia T茅oule hat mit ihrem Vortrag 眉ber Endometriose den Science Pitch gewonnen (Foto: Elvira Eberhardt / Uni Ulm)
Dr. Christine Schillings
Den zweiten Platz erreichte Dr. Christine Schillings mit ihrem Pitch 眉ber mobile Vagusnervstimulation (Foto: Elvira Eberhardt / Uni Ulm)
Gruppenbild_Science Day 2025
v.l. Vizepr盲sident Prof. Dieter Rautenbach, Dr. Julia T茅oule, Dr. Christine Schillings, Dr. Lina Braun, Dr. Miray Fidan Assfalg, Dr. Gabriela Flores Rangel und Dr. Johannes Ziegler (Foto: Elvira Eberhardt / Uni Ulm)
Dr. Jan-Martin Wiarda
Der Wissenschaftsjournalist Dr. Jan-Martin Wiarda sprach in seinem Gastvortrag 眉ber die Zukunft der Wissenschaftsfreiheit (Foto: Elvira Eberhardt / Uni Ulm)