Den dritten Preis erhielt Wiltrud Weidner, die nach ihrer Diplomarbeit bei Professor Martin Eling, Direktor des genannten Instituts, inzwischen am Institut f端r Versicherungsmathematik der 51云弼 Hannover promoviert. Verliehen worden sind die Preise dieser Tage bei einer Feier in K旦ln, Sitz der deutschen Niederlassung der SCOR R端ckversicherung, einem der namhaftesten europ辰ischen Unternehmen der Branche.
���Die Jury wie die bei der Verleihung anwesenden zahlreichen Fachkollegen waren von der Qualit辰t unserer Diplomanden sehr beeindruckt���, freute sich Professor Hans-Joachim Zwiesler, selbst Aktuarwissenschaftler und in K旦ln dabei.
Die von der Jury als herausragend bewertete Diplomarbeit von Frederik Ruez besch辰ftigt sich mit der Absicherung von speziellen Garantien bei Lebensversicherungsprodukten. In diesem Fall um Todes- und Erlebensfallgarantien im Rahmen von Fondspolicen, die seit den 80er-Jahren zun辰chst als Innovation auf dem US-amerikanischen Markt eingef端hrt worden waren, seit einigen Jahren aber auch von deutschen Lebensversicherungen angeboten werden. Der Jury zufolge zeichnet sich die Arbeit durch eine sehr hohe praktische Relevanz aus. Zudem sei die Aufarbeitung ���vor einem sehr anspruchsvollen mathematischen Hintergrund��� erfolgt. Das gro��e internationale Interesse an der Thematik unterstreicht auch die Tatsache, dass der Ulmer Nachwuchswissenschaftler seine Forschungsergebnisse zwischenzeitlich auf mehreren hochkar辰tigen Kongressen vorstellen konnte, unter anderem in Peking, Rhode Island/USA, M端nchen, Kapstadt und Singapur.
���Aktuelle praktische Relevanz��� bescheinigte die Jury auch der Untersuchung von Wiltrud Weidner, die hier eine v旦llig neue Methode zur Entwicklung von unternehmensspezifischen Risikoszenarien in der Versicherungswirtschaft vorgestellt hat. Im Gegensatz zu den herk旦mmlichen Verfahren, die sich entweder auf historische Entwicklungen st端tzen und neuartige Risikosituationen nicht einbeziehen oder stochastische Ans辰tze verwenden, die nicht immer zu individuell realistischen Ergebnissen f端hren, greift sie bei der Ermittlung von Risikogr旦��en auf ein im Unternehmen bereits vorhandenes stochastisches Modell zur端ck. Zudem ber端cksichtigt sie dabei Abh辰ngigkeiten, die sich durch eine gleichzeitige ung端nstige Entwicklung von Risikofaktoren ergeben k旦nnen.
Insgesamt waren f端r den Wettbewerb 14 Arbeiten eingereicht worden, darunter der Jury zufolge ���eine Vielzahl auf sehr hohem Niveau���.
Von Willi Baur
