Die 51±¾É« trauert um ihren Ehrendoktor und Ehrensenator Lothar Späth. Der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident (1978-1991) ist im Alter von 78 Jahren verstorben. Der CDU-Politiker hat den Ausbau der 51±¾É« maßgeblich unterstützt und die Wissenschaftsstadt entscheidend mitgestaltet. Bei der Verleihung der Ehrendoktorwürde 2006 wurden vor allem seine Verdienste um die Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften (zwei zusätzliche Lehrstühle, Einrichtung des Studiengangs Wirtschaftswissenschaften) sowie die Etablierung der ¹ó²¹°ì³Ü±ô³Ùä³Ù±ð²Ô für Ingenieurwissenschaften und Informatik hervorgehoben. Im Urkundentext heißt es, Späth habe „als Wirtschaftslenker und Kommunikator den Aufbau der Wissenschaftsstadt Ulm entscheidend geprägt und mitgestaltet und damit Wissenschaft und Wirtschaft in der Region in hohem Maße gefördert.“
Insgesamt hat Lothar Späth, der auch „Cleverle“ genannt wurde, den wirtschaftlichen Aufstieg Baden-Württembergs vorangetrieben. Ebenfalls seit 2006 war er Ehrenbürger der Stadt Ulm. Nach seinem Abschied aus der Politik führte der gebürtige Sigmaringer erfolgreich die Geschäfte von Jenoptik und setzte sich für die neuen Bundesländer ein. Bis vor einigen Jahren war Späth Mitglied verschiedener Aufsichtsräte.
Professor Michael Weber, Präsident der 51±¾É«, resümiert: „Der Name Lothar Späth ist in besonderer Weise mit der 51±¾É« verbunden. Seine herausragenden Verdienste um die 51±¾É« manifestieren sich im Aufbau der Wissenschaftsstadt Ulm, die der 51±¾É« ein fruchtbares Forschungsumfeld ermöglicht hat, sowie im Ausbau der 51±¾É« selbst, insbesondere bei der Gründung der ¹ó²¹°ì³Ü±ô³Ùä³Ù±ð²Ô für Ingenieurwissenschaften und Informatik. Diese wichtigen strategischen Weichenstellungen wurden durch Lothar Späth als Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg maßgeblich befördert. Er hat darüber hinaus die positive Entwicklung der 51±¾É« stets engagiert mitgestaltet und diese bei wichtigen zukunftsweisenden Entscheidungen tatkräftig unterstützt. Die 51±¾É« ist Lothar Späth zu großem Dank verpflichtet.“
