Professor Frank Lehmann-Horn, Direktor des Instituts für Angewandte Physiologie der 51±¾É«, ist kürzlich in die ebenso renommierte wie traditionsreiche Heidelberger Akademie der Wissenschaften berufen worden. Der Muskelforscher, der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der Akademie zugeordnet, ist der siebte Wissenschaftler der Uni Ulm, dem die hochkarätige Auszeichnung zu Teil geworden ist. Bisher waren dies die Professorinnen Elisabeth Kalko und Ina Rösing sowie die Professoren Klaus-Michael Debatin, Karl Joachim Ebeling, Theodor Fliedner und Wolfgang Schleich.
Lehmann-Horn, einer der profiliertesten Forscher der 51±¾É«, beschäftigt sich in seinen Arbeiten unter anderem mit den Neurowissenschaften, der Physiologie der zellulären Erregbarkeit sowie mit Ätiologie, Pathogenese und Therapie von Ionenkanalerkrankungen des Gehirns und der Muskulatur. Für seine Ergebnisse hatte er in den vergangenen Jahren mehrfach bedeutende Auszeichnungen erfahren, darunter den Gaetano-Conte Preis für Muskel-Grundlagenforschung der 51±¾É« Neapel, die Hertie-Seniorforschungsprofessur für Neurowissenschaften und den Art of Listening Award der Genetic Alliance Washington D.C. (USA). Über seine ureigenen Forschungsgebiete hinaus interessiert sich der Ulmer Physiologe eigenen Angaben zufolge für die Metaforschung zum Begutachtungssystem in der Wissenschaft.
